
1. Nicht die perfekte Form von Gruppenarbeit ist
anzustreben, sondern die Form, die schnell und sauber mit den
vorhandenen Mitarbeitern eingeführt werden kann (Teamarbeit)
2. Jede Gruppen- oder Teamarbeit benötigt
Instrumente zur Ermittlung der Effektivität. Die Effektivität
zu messen bedeutet nicht die Suche nach absoluter Genauigkeit.
Entscheidend ist die empfundene Aussagekraft.
3. Nur das tägliche Messen der Produktivität und
Hinterfragen der aufgetretenen Schwankungen deckt
Unzulänglichkeiten und Reserven auf. Gemessen und diskutiert
werden muß die Produktivität - nicht (nur) die Leistung. Denn
Produktivität ist die Summe aus Leistung und (oft nicht
gemessenem) Umfeld (z.B.Wartezeiten, Störungen)
4. "Klassische" Denkweisen und Methoden
wie Refa und MTM führen selten zum Erfolg. Sie sind meist nur
aufwendig, wenig akzeptiert und bedürfen der Pflege um ihre
Wirkung nicht ganz verpuffen zu lassen. Besser sind einfache
Mittel wie statistische Kennwerte aus Vergangenheitszeiträumen
5. Die Motivation der Mitarbeiter leidet unter einer
langsamen Umsetzung von aufgedeckten Mängeln. Wer also nicht
auch außerhalb der Gruppen- oder Teams etwas verändern kann
oder will, sollte besser gar nicht erst beginnen.
6. Träumen Sie nicht davon, Ihre Meister nach Hause
schicken zu können: es wäre Ihr Untergang. Versuchen Sie die
Meister als Gestalter der Gruppenarbeit zu gewinnen. Vermitteln
Sie den Meistern, daß Sie sich damit wichtiger machen als sie es
heute sind, da sie sich nun auch mit wichtigeren Dingen als
bisher auseinandersetzen können
7. Zentrales Erfolgselement der Gruppenarbeit ist
die klare Definition der Aufgaben der Gruppe. Dabei sollte die
Gruppe die Aufgaben übernehmen, welche sie effektiver als andere
im Unternehmen ausführen kann.
8. Damit dies funktioniert, muß jede Aufgabe auf
den drei Säulen KÖNNEN, WOLLEN und DÜRFEN stehen.
9. Unterschätzen Sie die Komponente KÖNNEN nicht,
d.h Schulungen, Fortbildungen, Seminare sind in die Gruppe zu
investieren. Wesentliche Fortschritte können aber vor allem
erreicht werden, wenn das Können durch geeignete Software (z.B.
zur Materialwirtschaft oder zur Ergebnisermittlung) unterstützt
wird.
10. Achten Sie darauf, daß Sie sich nicht
übernehmen. Wählen Sie zu Anfang einen einfacheren Bereich mit
überschaubaren Problemen und Besonderheiten aus.
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